Die Trump-Administration hat die freien Eintrittstage des Nationalparksystems überarbeitet und Feiertage zu Ehren von Bürgerrechtlern durch Termine im Zusammenhang mit US-Präsidenten ersetzt – insbesondere durch die Aufnahme des Geburtstags von Präsident Donald Trump (14. Juni, auch Flaggentag) in den Zeitplan. Diese vom Innenministerium angekündigte Änderung umfasst auch das Wochenende des 4. Juli und den Geburtstag von Theodore Roosevelt, während der Martin-Luther-King-Jr.-Tag und der 19. Juni gestrichen werden.
Änderungen an Zugriff und Prioritäten
Die überarbeitete Richtlinie gilt nur für US-Bürger und Einwohner; Nichtansässige müssen jetzt Eintrittsgelder zahlen, wobei einige Parks einen Zuschlag von 100 US-Dollar pro Person über 16 Jahren erheben. Diese Verschiebung stellt eine deutliche Abweichung von den beiden Vorjahren dar, in denen MLK Day und Juneteenth als gebührenfreie Tage aufgeführt waren.
Allgemeinerer politischer Kontext
Die Änderungen stehen im Einklang mit dem umfassenderen Bestreben der Regierung, Initiativen zu Diversität, Gerechtigkeit und Inklusion (DEI) abzuschaffen. In einem aktuellen Beitrag auf seiner Plattform Truth Social kritisierte Präsident Trump den Juneteenth und nannte ihn einen unnötigen „arbeitsfreien Feiertag“, der das Land „MILLIARDEN DOLLAR“ kostet. Er erklärte weiter, dass zu viele Feiertage der Wirtschaft schadeten und wies darauf hin, dass es notwendig sei, „AMERIKA WIEDER GROSS ZU MACHEN!“ indem man sie reduziert.
Entfernung von DEI-bezogenen Elementen
Interne Memos des Innenministeriums zeigen, dass Nationalparks auch angewiesen wurden, Souvenirartikel aus Souvenirläden zu entfernen, die DEI-Initiativen unterstützen. Das Ministerium begründete diese Maßnahme mit der Gewährleistung „neutraler Räume“ für alle Besucher in Übereinstimmung mit der Verordnung 3416 des Ministers, die darauf abzielt, „DEI-Programme und Geschlechterideologie-Extremismus“ zu beenden.
Bedeutung und Implikationen
Diese politischen Änderungen stellen eine deutliche Verschiebung der Prioritäten dar und geben der Anerkennung des Präsidenten Vorrang vor Feiertagen zur Ehrung von Meilensteinen der Bürgerrechte. Der Schritt wirft Fragen über das Engagement der Regierung für Inklusivität und ihre Bereitschaft auf, den Zugang zu Nationalparks zu politisieren. Die langfristigen Auswirkungen dieser Maßnahmen auf die öffentliche Wahrnehmung und den Parkbesuch bleiben abzuwarten.
Die Entscheidung der Trump-Regierung signalisiert einen breiteren Trend zur Überarbeitung nationaler Symbole und Richtlinien, um sie an ihre politische Agenda anzupassen. Die Streichung von MLK Day und Juneteenth in Kombination mit der Hinzufügung von Trumps Geburtstag ist ein deutlicher Beweis für diesen Wandel.

























