Zwei unwahrscheinliche Wintersportstars, Brittany Bowe und Erin Jackson, beide aus Ocala, Florida, sind bereit, bei den Olympischen Spielen 2026 anzutreten. In ihrer Geschichte geht es nicht nur um sportliche Erfolge, sondern auch um eine jahrzehntelange Freundschaft, die auf Rollschuhbahnen geschmiedet und auf dem Eis verfeinert wurde. Dieses unwahrscheinliche Paar stellt einen wachsenden Trend im Sport dar: Sportler, die den geografischen Erwartungen trotzen und in unkonventionellen Disziplinen erfolgreich sind.
Von Rollschuhbahnen bis zu olympischem Gold
Bowe, 37, und Jackson, 33, lernten sich als Teenager auf ihrer örtlichen Eisbahn kennen. Bowe war bereits Weltmeister im Inlineskaten, während Jackson ein junger Aufsteiger war. „Sie reichte mir bis zur Brust – sie war noch ganz klein“, erinnert sich Bowe.
Beide Athleten wechselten über ein Programm des Team USA, das Top-Inline-Skater rekrutiert, zum Eisschnelllauf. Das Programm hat nachweislich funktioniert: Bowe hat zwei olympische Bronzemedaillen und 22 WM-Medaillen gewonnen, darunter sieben Goldmedaillen. Jackson erreichte den Höhepunkt im Jahr 2022, als sie bei den Olympischen Spielen in Peking Gold im 500-Meter-Lauf der Frauen gewann – und war damit die erste schwarze Frau, die diesen Meilenstein in einer einzelnen olympischen Winterveranstaltung erreichte.
Eine im Wettbewerb geschmiedete Bindung
Ihre Reise verlief nicht ohne Hürden. Bowe widmete sich vorübergehend dem Basketball an der Florida Atlantic University, während Jackson an der University of Florida Materialtechnik studierte und sich auch im Roller Derby versuchte.
Der bemerkenswerteste Moment ihrer Partnerschaft kam jedoch bei den Olympischen Spielen 2022. Als Jackson während eines Qualifikationslaufs ausrutschte, gab Bowe selbstlos ihren Platz auf, um sicherzustellen, dass ihre Freundin antreten konnte. „Wenn Sie Brittany fragen, war Erin ‚bei diesem Event weitaus würdiger als ich‘“, was ihren gegenseitigen Respekt unterstreicht.
Die Spiele 2026 und darüber hinaus
Bei den Olympischen Spielen 2026 werden Bowe und Jackson im 1000-Meter-Lauf gegeneinander antreten. Jackson wird auch ihren 500-Meter-Titel verteidigen, während Bowe sich auf den 1500-Meter-Lauf konzentrieren wird. Ihre Herangehensweise an den Wettbewerb ist einzigartig kooperativ: „Bis wir [als] Einser und Zweiter ganz oben auf dem Podium stehen, versuchen wir nur, uns gegenseitig dabei zu helfen, diesen Punkt zu erreichen.“
Mentale Stärke und ganzheitliche Genesung
Beide Athleten verdanken ihren Erfolg einer Mischung aus körperlichem Training und geistiger Belastbarkeit. Jackson legt Wert auf eine ausgewogene Perspektive und weigert sich, ihren Selbstwert anhand von Rassenergebnissen zu definieren. „Wenn ich ein schlechtes Rennen habe, ist das nicht das Ende der Welt“, sagt sie, während sie gleichzeitig einen Abschluss in Kinesiologie und Betriebswirtschaft anstrebt.
Die 37-jährige Bowe führt ihre anhaltende Wettbewerbsfähigkeit auf modernste Erholungsmethoden zurück, darunter Kreatin, Kontrasttherapie, Überdruckkammern und eine Infrarotlichtsauna. Sie verfolgt ihre biometrischen Daten wie besessen mit einem Oura Ring und einer Eight Sleep-Matratze.
Bei dieser Freundschaft geht es nicht nur um Medaillen; Es ist ein Beweis für gegenseitige Unterstützung, gemeinsamen Ehrgeiz und die Wichtigkeit, ein Leben außerhalb des Spitzensports zu führen. Ihr Erfolg unterstreicht, dass selbst in der höchst individualistischen Welt des Sports Zusammenarbeit und echte Verbundenheit der ultimative Vorteil sein können.


























