Die Debatte über Nahrungsfette dauert an und es kursieren häufig widersprüchliche Informationen. In den jüngsten Trends plädieren einige für Butter als gesundes Lebensmittel, während andere behaupten, dass Olivenöl die bessere Wahl sei. Die durch die Ernährungswissenschaft gestützte Realität tendiert stark zu Olivenöl – insbesondere wenn es um Herz- und Stoffwechselgesundheit geht.
Die Verwirrung und Missverständnisse
Viele gehen davon aus, dass „natürliche“ oder minimal verarbeitete Fette wie Butter von Natur aus gesünder sind. Dies ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Obwohl die Reduzierung verarbeiteter Lebensmittel ein berechtigtes Ziel ist, bestimmt der Grad der Verarbeitung nicht den Nährwert. Unabhängig von der Herstellungsmethode bleibt Butter reich an gesättigten Fettsäuren. Dieser Glaube beruht auf der Ablehnung früherer fettarmer Ernährungstrends, dem Interesse an „vollwertigen“ Lebensmitteln und dem Misstrauen gegenüber Samenölen, stimmt jedoch nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen überein.
Gesättigte vs. ungesättigte Fette: Der wesentliche Unterschied
Butter und Olivenöl unterscheiden sich deutlich in ihren Fettsäureprofilen. Ein Esslöffel Butter enthält etwa 7 Gramm gesättigtes Fett sowie kleinere Mengen einfach und mehrfach ungesättigter Fette. Olivenöl hingegen ist reich an herzgesunden einfach ungesättigten Fetten, mit weniger als 2 Gramm gesättigtem Fett pro Esslöffel.
Diese Unterscheidung ist entscheidend: Diäten mit hohem Gehalt an gesättigten Fetten sind durchweg mit einem erhöhten LDL-Cholesterin und einem höheren Risiko für Herzerkrankungen verbunden. Umgekehrt senkt der Ersatz gesättigter Fette durch ungesättigte Fette wie Olivenöl nachweislich den LDL-Cholesterinspiegel und senkt die Sterblichkeitsrate.
„Die Forschung ist eindeutig: Pflanzenöle, einschließlich Olivenöl, sind besser für uns als Butter“, erklärt Dr. Nate Wood, Assistenzprofessor für Medizin an der Yale School of Medicine.
Die Ernährungsrichtlinien 2025 und ihre Widersprüche
Die neu veröffentlichten US-Ernährungsrichtlinien für Amerikaner erschweren das Problem zusätzlich. Sie empfehlen, die Aufnahme gesättigter Fettsäuren auf 10 % der täglichen Kalorien zu begrenzen, schlagen aber auch das Kochen mit Butter oder Rindertalg als „echte Lebensmittel“-Optionen vor. Dadurch entsteht ein praktischer Widerspruch, der es schwierig macht, beide Empfehlungen gleichzeitig einzuhalten. Ernährungswissenschaftler empfehlen, nährstoffreichen Fetten wie Olivenöl Vorrang einzuräumen.
Wissenschaftliche Beweise: Die Vorteile von Olivenöl
Eine in JAMA Internal Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass der Ersatz von 10 Gramm Butter täglich durch pflanzliche Öle mit einer 17-prozentigen Reduzierung der Gesamtmortalität und der Krebstodesfälle verbunden war. Andere Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Verzehr von nur einem halben Esslöffel Olivenöl täglich mit einem deutlich geringeren Risiko für Herzerkrankungen verbunden ist. Diese Ergebnisse untermauern den konsistenten wissenschaftlichen Konsens über die schützende Wirkung von Olivenöl.
Wenn Butter enthalten sein kann
Butter ist in Maßen nicht unbedingt schädlich. Als Teil einer ansonsten nährstoffreichen Ernährung kann es Lebensmitteln Geschmack verleihen, ohne die Gesundheit wesentlich zu beeinträchtigen. Es eignet sich möglicherweise besser für bestimmte Rezepte, bei denen seine einzigartigen Eigenschaften von entscheidender Bedeutung sind, beispielsweise beim Backen.
Für das tägliche Kochen – Anbraten, Braten, Dressings – ist Olivenöl jedoch die ernährungsphysiologisch überlegene Wahl. Personen mit einer familiären Vorgeschichte von Herzerkrankungen oder hohem LDL-Cholesterinspiegel sollten Olivenöl gegenüber Butter besonders bevorzugen.
Das Fazit
Obwohl Butter nicht giftig ist, hat sie nicht den gleichen Nährwert wie Olivenöl. Die American Heart Association empfiehlt, die Aufnahme gesättigter Fettsäuren auf 6 % der täglichen Gesamtkalorien zu begrenzen; Selbst ein Teelöffel Butter enthält erhebliche Mengen an gesättigten Fettsäuren. Für die Aufrechterhaltung der Herz-Kreislauf-Gesundheit sind fundierte Entscheidungen auf der Grundlage der gesamten Nahrungsaufnahme unerlässlich. Für diejenigen, denen Herzgesundheit und langfristiges Wohlbefinden am Herzen liegen, bleibt Olivenöl der eindeutige Gewinner.


























